Wer noch nie ein Buch gestohlen hat, der werfe den ersten Stein

Die Frühgeschichte meines Lesens war von Geldmangel geprägt und das hat sich gelohnt. Ich wurde auf eine moralische Probe gestellt. Eigentlich war es ein Kelch, der nicht an mir vorübergehen wollte. Die Entscheidung zwischen Sein oder nicht Sein, Lesen oder nicht Lesen, erledigte sich von selbst, als das erste Buch in der Innentasche meines Mantels verschwand. Die Zeiten sind vorbei. Ich stehle keine Bücher mehr. Ich behaupte aber, dass das Lesen aus Langeweile wesentlich verwerflicher ist, als Diebstahl es je sein könnte.