Das Schöne am Abschied

Sackgassen gibt’s nicht

… Kunst war für mich immer Mittel zum Zweck, ein Statement abzugeben. Ich wollte nie zur Meditation einladen, etwas Schönes herstellen. Zweifel sind immer wieder aufgekommen. Ein Kunstwerk, wie Heidegger es sehr treffend formuliert hat, will nichts – es führt ein Eigenleben. Walter Benjamin sprach von der Aura eines Kunstwerks.
Nach meiner damaligen Überzeugung sollte Kunst etwas transportieren, ein Werkzeug sein. Inzwischen bin ich anderer Meinung

Mein Bilderbuch war ursprünglich als Ausstellung konzipiert und für mein Drama brauchte es einen Theaterbesuch als Anstoß. Mein erster Roman war ein ehrgeiziges Projekt. Im Herbst 2024 ist er fertig geworden.


Effektdramolette (2020)

Effektdramolette ist ein Bündel von Kleindramen, zumeist in Form von Talkshows oder Interviews. Im Zentrum steht Christian Maurer, der Eigentümer der Produktionsfirma TALK EVENT in Berlin. Er rekrutiert seine Diskutanten und Interviewpartner aus dem eigenen Freundeskreis oder sucht sie über Inserate. Seine Akteure schlüpfen in verschiedene Rollen, je nach Bedarf und Nachfrage. Bei den Sendungen geht es, wie bei allen Talkshows, weniger um den Inhalt, als um die Psychogramme der Personen. Es werden Ansichten und Meinungen auf unterschiedlichstem Niveau ausgebreitet. Es wird getrickst, geschummelt und gelogen, Etikette und Political Correctness haben hier nichts zu suchen. Insofern kommt es der Wirklichkeit wiederum nahe.


Kim Jong IL-Ron Hubbard – Eine Männerfreundschaft (2018)

Bei den einflussreichen Führern dieser Welt verschwindet oft der Mensch im Schatten von Personenkult, Grausamkeit, Absurdidät und Wahnsinn. Der Science-Fiction-Autor und Gründervater der sogenannten Scientology Church, L. Ron Hubbard, und der spätere „Geliebte Führer“ Nordkoreas, Kim Jong Il, begegnen sich zufällig im Venedig der 50er Jahre. Aus spontaner Sympathie wird bald eine ganz besondere, innige Freundschaft. Zwischen den jugendlichen Eifersüchteleien in New York, dem holprigen Lebensweg mit Rückschlägen und Reibereien bis hin zum tragischen Tod entfaltet sich für den unbefangenen Leser viel Kurioses und Banales, durchwachsen von schwerwiegenden weltpolitischen Weichenstellungen. Nicht zuletzt erhellt die Lektüre Zusammenhänge und Fakten, die wir heute als Hinterlassenschaft dieser Männer zu spüren bekommen. In einer Zeit des inflationären Gebrauchs der Worte Fake News und Alternative Fakten gelingt es dem Autor, parallel zur akademischen historischen Forschung die Geschichte richtig, falsch, auf jeden Fall aber gut verständlich zu erzählen. Das nun in Buchform vorliegende Projekt war als „Wanderausstellung zur Volksbildung“ geplant und wurde 2011 im Freien Museum Berlin in vollem Umfang gezeigt.


Kim Jong IL.Ron Hubbard – A Bromance

In the shadow of personality cults, barbarity, absurdity and madness, very often the human beings behind the worlds‘ influential leaders disappears. The science fiction writer and founding father of the so-called Scientology Church, L. Ron Hubbard, and the late “Beloved Leader” of North Korea, Kim Jong Il, met by accident in Venice in the 1950‘s. Spontaneous sympathy soon turned into a very special, deep friendship. From petty juvenile jealousy over a bumpy lifetime with setbacks and frictions until their deaths, the uninhibited reader finds curiosity and banalities, mixed with serious world political decisions. Last but not least, the reading illuminates connections and facts which we now perceive as the legacies of these two men. In a time of the inflationary use of the words Fake News and Alternative Facts, the author manages to tell the story right, wrong, and in any case understandably, parallel to academic historical research.
This project, which is now available in book form, was envisioned as a “traveling exhibition for public education” and was presented in full at the Freies Museum Berlin in 2011.


2011 Freies Museum Berlin: Kim Jong IL. Ron Hubbard – Eine Männerfreundschaft, damals als „Wanderausstellung zur Volksbildung“ gedacht (2018 zum Bilderbuch umgearbeitet).

Ein Schnappschuss, ich weiß es nicht genau. Herbert vor der Galerie am Scheunenviertel. Aufgenommen von Oliver durchs Fenster. Danke dafür! Ein Zeitdokument.



Herberts verschwommene Erinnerungen, siehe unten. In der Steiermark.